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Unsere Orangen:
für viele selbstverständlich, für uns etwas ganz Besonderes!

Der Name Dittmeyer ist untrennbar mit Zitrusfrüchten verbunden. Ab dem Jahre 1980 wurden von Rolf H. Dittmeyer im südlichsten Teil Andalusiens – an der portugiesischen Grenze im Raum Ayamonte, Lepe und Isla Cristina – die ersten Apfelsinen angebaut. Im Laufe der Jahre wurde daraus die weitaus größte Zitrusplantage in Europa, vor allem aber auch eine der schönsten!


„Orangen“ sind schnell in den Mund genommen.
Und doch gibt es viel Wissenswertes über sie zu erzählen.

Die Orange, nördlich der Mainlinie auch Apfelsine genannt, ist ein immergrüner Baum. Die Orange gehört innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) zur Gattung der Zitruspflanzen. Sie stammt aus China oder Südostasien, wo sie aus einer Kreuzung von Mandarine (Citrus reticulata) und Pampelmuse (Citrus maxima) entstanden ist. Die aus den gleichen Elternarten entstandene Bitterorange wird wegen ihrer gänzlich unterschiedlichen Verwendung von den süßen Orangen unterschieden. Während die Bitterorange spätestens im 11. Jahrhundert nach Italien gekommen ist, wurde die süße Variante erst im 15. Jahrhundert nach Europa eingeführt, wo sie zunächst fast ausschließlich in Portugal angebaut wurde. Heute ist sie die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt.

Orangenbäume haben eine Wuchshöhe bis zu fünf Metern, die runde Krone weist eine regelmäßige Verzweigung auf. Die jungen Triebe sind kantig und mit dünnen, biegsamen, eher stumpfen Dornen besetzt. Orangenbäume entwickeln - wie viele andere Zitrusfrüchte - auch ohne Fremdbefruchtung ihre Früchte.

Die Frucht (Hesperidium) besteht aus zehn bis 13 Segmenten, die mit Saftschläuchen von meist oranger, gelegentlich auch gelber bis roter Farbe gefüllt sind. Jedes Segment ist von einem dünnen Häutchen (Endokarp) umgeben, die ganze Frucht von einer zweigeteilten Schale. Die innere Schicht der Schale ist weiß (Mesokarp, Albedo), die äußere bei der Reife orange (Exokarp, Flavedo). In der Schale sitzen zahlreiche Öldrüsen, sie verströmt einen aromatischen Duft. Schale und Segmente sind miteinander verwachsen, die Frucht lässt sich schwerer schälen oder teilen als andere Zitrusfrüchte. Die zentrale Achse der Frucht ist - im Unterschied zur Bitterorange - nicht hohl. Die Samen sind oval mit rauer Schale, im Innern sind sie weiß. Jeder Same enthält meist viele Embryonen unterschiedlicher Größe.

Orangen sind bei allen beliebt.
Aber beim Anbau sehr anspruchsvoll.

Um das Thema Zitrusplantagen zu verstehen, sollte man wissen, dass eine gute Apfelsi­nenqualität zunächst einmal drei Anforderungen an das Anbaugebiet stellt:

Warme Tage und kühle Nächte, aber keinen Frost

Eine einzige Frostnacht kann die ganze Apfelsinenernte eines Jahres ver­nichten! Die für guten Saft besonders geeignete Spätsorte Valencia-Late wird aber erst ab Ende März/Anfang April bis in den Juni hinein geerntet - das Frostrisiko ist hier also groß.

Ausreichend Wasser

Ein Orangenbaum benötigt etwa 100 Liter Wasser pro Tag. Im Mittelmeerraum regnet es praktisch nicht zwischen Mai und Oktober eines jeden Jahres. Also ist ein entsprechendes Grundwasserreservoir erforderlich.

Ein geeigneter Boden

Hierbei ist zu beachten, dass nährstoffreiche Böden große und kräftige Bäu­me bringen. Ein solcher Boden erzeugt Apfelsinen, die eine, für gute Orangen nicht gewünschte dicke Schale haben. Eine qualitativ gute Frucht wächst also am besten auf nährstoffarmen Sandböden.

Land gesucht, Plantage gefunden?
So einfach war das nicht!

Unter Beachtung dieser Anforderungen fand Rolf H. Dittmeyer nach langen Untersuchungen einen in Europa klimatisch sehr seltenen, für Zitrusanbau geeigneten Küstenstreifen: in der Provinz Huelua an der andalusischen Atlantikküste, ganz in der Nähe der portugiesischen Grenze.

Dieser Landstrich war unter der Franco-Regierung zum Pflanzen von Eukalyptusbäu­men genutzt worden, die der Papierherstellung dienten. Der aus Australien stammen­de Eukalyptusbaum ist recht frostempfindlich, aber kommt im Sommer viele Monate ohne Regen aus. Spanische Landwirte betrachten Eucalyptus aber als eine Art Unkraut, das alles „auffrisst“: in einem Eukalyptuswald gedeiht kein anderes Gewächs, kein Strauch und kein Baum. Es gibt dort keine Vögel, keine Kaninchen, Maulwürfe oder andere Tiere.

Auf dem vorgesehenen Gelände fanden wir in 80 m Tiefe gutes Grundwasser. Was in diesem Küstenstreifen aber fehlte, war ein geeigneter Boden. Der dortige hügelige Boden bestand aus wasserundurchdringlicher Tonerde und aus Lehm. In der Oberschicht waren 10 bis 30 cm Sand. Ton- und Lehmböden gestatten weder das Eindringen der Wurzeln der Orangenbäume, noch ist eine Drainage möglich. Wenn Bäume aber „nasse Füße“ bekommen, so ist dies genauso schlimm, als wenn sie kein Wasser erhalten.

Unsere Vision hat sich durchgesetzt.
Mit Ideen, die heute vielfach Standard sind.

Viele unserer Berater rieten dringend ab, hier Apfelsinen zu pflanzen. Dennoch wagten wir es, dies Gelände nach ausgiebigen Studien und unter der professionellen Leitung des spanischen Freundes Jaime de Parias Merry als Zitrusplantage zu bepflanzen. Dazu wurden zwei Maßnahmen getroffen, die für Europa neu waren:

Erstens: Das bisschen Sand im oberen Bodenbereich wurde einfach zu Pflanzwällen zusammen ge­schoben - etwa wie man es in klein auch bei Kartoffeln macht - und die jungen Orangenbäume wurden auf den Giebeln dieser Wälle gepflanzt.
Zweitens: Mit israelischer Lizenz und einer deutschen Maschine stellte Dittmeyer erst­malig in Spanien Tropfrohre her. Das sind Wasserschläuche, die durch men­genkontrollierte Öffnungen im Abstand von etwa 50 cm vorgegebene Wasser­mengen distribuieren.

Zwei einfache Maßnahmen, die aber die Basis für unseren Erfolg bildeten: So entstanden durch die neu gegründeten Dittmeyer Agricola-Firmen, Sevilla, in den Jahren 1980 bis 1987 insgesamt fast 1.000 Hektar neue Apfelsinen- und Clementinen­pflanzungen und damit die weitaus größten, europäischen Apfelsinenplantagen. Dazu formierte sich eine sehr gute Mannschaft von spanischen Agrarfachleuten, die sich 365 Tage im Jahr um die Qualität der Früchte kümmern. In den weiteren 7 Jahren kamen diese Neupflanzungen nacheinander in Produktion.

Heute erntet unsere Gruppe jährlich etwa 30.000 Tonnen qualitativ erstklassige Früchte, die wegen ihrer guten Qualität mit viel Erfolg vor allen Dingen in den westeuropäischen Märkten ihre Freun­de gefunden haben.